Bozen — 5. Tag — 7.10.

Donnerstag, Oktober 7, 2021 at 21:17:42

Fünfter Tag 7.10.

Meran. Die Reiseführer sagen, dass man es besuchen muss. Außerdem behauptete der Wetterbericht, es gäbe in Meran besseres Wetter als in Bozen. Gestimmt hat es nicht, aber da waren wir schon dort.

Es ging mal wieder per Bus hinter dem Denkmal los. Eine Richtung würde ungefähr 50 min dauern und wir kämen mitten in der Stadt an und nicht am etwas abseits gelegene Bahnhof. Zeitlich wird sich das vermutlich nicht viel getan haben. Der Bus kam pünktlich und bei herrlichem Sonnenschein kamen wir in Meran an.

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Meran Promenade am Kurhaus
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Detail Kurhaus vor den Bergen

Womit die Reiseführer Recht haben, ist die Flora, die einem Norddeutschen sehr fremd und geheimnisvoll vorkommt. Kakteen, Granatapfel und überall Palmen!

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Tropische Flora in Meran

Was nicht in den Führern steht, ist der Altersschnitt der Touristen dort. Wir waren gefühlt fast die jüngsten! Ein Bus Richtung Innenstadt kam uns vor, als würde das Publikum des Marstall eine Exkursion machen. Nochmal jung fühlen oder aus versehen in einer Ü75 Veranstaltung gelandet? Man weiß es nicht und rausgeworfen hat man uns auch nicht.

Wir sind dann die Passer entlang, über die Winter- und die Gilfpromenade. Im Verhältnis zu Bozen war es irre voll und eng. Die Aussichten auf den Fluss und die Pflanzen und die weiterhin schneebedeckten Gipfel waren lieblich und schön. Unserem Plan folgend sollte es dann die Trappeinerpromenade sein, auf der man oberhalb der Stadt in etwa auf einer Höhe bleiben Meran einmal zwischen Stadt und Berg durchmisst. Besonders schön ist die Öffnung der Berge Richtung italienische Ebene.

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Blick über Meran Richtung Ebene

Leider ist Meran von oben nicht sehr malerisch, eher wild durcheinander gebaut. Die Trappeinerpromende hat etliche Aussichtsstellen, besonders der Pulverturm bietet nochmal einen 20m höheren Punkt.

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Steiler Weinberg in Meran vom Pulverturm

Die Schlachten von Andreas Hofer haben sich alle hier abgespielt, direkt am Pulverturm gibt es ein Denkmal für die Gefallenen gegen Napoleons Armeen. Unterwegs findet man auch noch eine unscheinbare Steintafel, dass eben dort die letzte Schlacht Hofers stattgefunden haben soll. Eigentlich ist dort aber gar kein Platz für ein Gefecht. Hmmm.

In einer urigen Kneipe haben wir etwas getrunken.

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Pause mit Aussicht und Wärme!

In der Zeit verschwand die Sonne für den Rest des Tages hinter Wolken. Am Ende der Promenade nahmen wir besagten Marstallbus zurück in die Innenstadt. So schön die Ausblicke waren, der Weg war einfach zu voll. Ständig musste man ausweichen.

Wieder unten angekommen haben wir erstmal etwas zu essen gesucht. Endlich bekam ich meine Lasagne! Und sie hat gar nicht geschmeckt. Es war leider eher eine Imbissbude, als ein Restaurant. Sanne hatte mit ihren Makkaroni wohl mehr Glück.

Danach sind wir noch durch die Laubengassen

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Meran Laubengasse

und in die St. Nikolaus Kirche.

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Skulptur der hlg. Nikolaus

Diese hat erstaunliche Ähnlichkeit mit der St. Christopherus Kirche in Werne. Selbst die Fensterbilder sind im selben Stil, wie in der Heimat.
Etwas weiter gibt es dann noch ein Haus, dass dem alten Rathaus von Werne ähnlich sieht. atsächlich sind die Häuser zumindest ähnlich alt.

Alles in allem ist Meran vor allem klein und dann voll. Es ist schön und die Pflanzenwelt interessant, aber auch irgendwie langweilig, Vielleicht ist es einfach zu perfekt touristisch und erst Ü65 weiß man das als Qualität zu schätzen. Bozen ist eine viel jüngere und die zweifellos interessantere Stadt.

Mit dem Bus ging es dann denselben Weg wieder zurück. Sanne war satt, ich hatte Hunger und unser Zimmer stank unfassbar nach Chlor als wir wieder im Hotel ankamen. Selbst jetzt nach ein paar Stunden lüften bekomme ich den Gestank nicht aus der Nase. Seltsam. Irgendwie blöd gelaufen.

Auch Meran bekommt eine eigene Gallery mit einer Auswahl weiterer Fotos.

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